17) Gönne Dir einmal am Tag etwas

17) Gönne Dir einmal am Tag etwas

„Ja sind wir denn hier bei „wünsch Dir was““? JA! Ja, einmal am Tag (!) sogar musst (!!!) Du Dir etwas gönnen! Sei es das neue Eis aus der Werbung, der Pullover, der Trailer des neuen Kinofilms, der Sahnepudding, der Spaziergang bei Sonnenuntergang, das Comicheft auf dem Klo… Jeder hat seine kleinen Marotten, auf die er sich biestig freut. Meist sind es nur Kleinigkeiten, aber die sind absolut wichtig, sich wohlzufühlen. Und wohlfühlen sollst Du Dich! Du arbeitest schon so viel und hast 24/7 Einsatz, sei es wegen des Kindes oder wegen des Jobs. Gerade daher ist es auch wichtig, sich zu belohnen. Egal wie. Egal, was es ist. Es muss nicht gesund, oder sportlich oder modern oder modisch oder anerkannt sein.. es ist einfach schon toll, wenn Du Dich damit belohnen kannst.

Und da erzähle ich Dir keinen Quatsch: Neurowissenhaftler haben festgestellt, dass man schnell frustriert, wenn das Belohnungszentrum nicht hin und wieder zumindest ein Wenig befriedigt wird. Schließlich kommt Kritik schnell im Job auf, Anerkennung ist Mangelware. Daher ist „Lob“ und „Belohnung“ umso wichtiger. Schließlich müssen gerade bei Selbstständigen Motivation und Leistung immer besonders hoch sein – insbesondere bei Mamapreneurs, die auch noch Kind und Haushalt zu wuppen haben!

Die Kinder loben einen selten (eigentlich gar nicht), auch der Haushalt und der Abwasch werden sich nicht bedanken. Wenn dann noch Kritik im Beruf kommt, ist dies extrem destruktiv. Selbst wenn man seine Ziele erreicht, so wächst dennoch die Unzufriedenheit. Daher ist Anerkennung eins der wichtigsten Bedürfnisse des Menschen, um Zufrieden zu sein, so die Forschungen der Neurowissenschaftler.

„Die gute Tat, die ungepriesen bleibt, würgt tausend andre, die sie zeugen könnte“, räsonnierte einst Shakespeare.

Wessen Leistung gewürdigt wird, für den ist das Blau des Himmels nicht nur blauer – warme Worte spornen ihn auch zu noch mehr Leistung an. Und wenn keiner außer Dir, Deine Leistung würdigt, so ist es wichtig, dass DU Dich zumindest belohnst. Suche Dir durch diese kleinen Glücksmomente, in denen Du Dir etwas Gutes tust, um Dir selbst auch einmal DANKE zu sagen. Denn Du machst einen überragenden Job.

Gelobte sind motivierter und stecken sich höhere Ziele, denen sie sich stärker verpflichtet fühlen. Teilweise unterstellen sie sich sogar bessere Fähigkeiten, was wiederum ihre Leistungskraft verbessert. Mangelt es jedoch chronisch an positiver Rückmeldung, geht die Motivation in den Keller. Neurowissenschaftler stellten fest, dass das Belohnungszentrum im Gehirn jedes Mal eine Stressreaktion auslöst, wenn die soziale Anerkennung ausbleibt. Wird dieser „Enttäuschungsstress“ zum Dauerzustand, können sogar Psyche und Körper Schaden nehmen.

Das betrifft keineswegs nur die Unsicheren, die zu ständigen Selbstzweifeln neigen. Tatsächlich reagieren viel häufiger die Fleißigen und die Engagierten besonders sensibel, wenn Arbeitseifer und Erfolg nicht gewürdigt werden. Sie geben alles für ihren Job und spüren gleichzeitig, wie wenig dafür zurückkommt. Was sie auch schaffen, es wird kaum geschätzt, womöglich nicht einmal registriert. Das frustriert ungeheuer und tut ungefähr so weh, wie wenn auf ein leidenschaftliches „Ich liebe dich“ die lakonische Antwort kommt: „Ich weiß.“

Daher ist gerade für Mamapreneurs wichtig: Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, dann gönne sie Dir! Einmal am Tag, ein kleiner Moment, ein klitzekleines Glücksgefühl… was könnte das in Deinem Falle sein? Denk nach! Gehen Deine Mundwinkel hoch? Dann hast Du schon etwas gefunden! Und wenn es nur der Schokoriegel am Nachmittag zum Kaffee ist, den Du dann in aller genüsslichen Ruhe isst… es ist Dein kleiner Moment. Nutze es, freue Dich!

Mein Mamapreneur-Tipp für Dich:

Liebe Mamapreneur, belohne Dich bitte jeden Tag für Deine unglaubliche Leistung!

Es muss nichts Großes sein, man muss ja nicht jeden Tag „shoppen“ gehen oder etwas kaufen, was viel Geld kostet. Viele Sachen sind auch umsonst. Wichtig ist nur, dass Du Dir jeden Tag etwas gönnst, was Dich zum Lächeln bringt und Dich wirklich freut!

Ich freue mich zum Beispiel immer, wenn der kleine Mensch vom Schlafen wach wird. Das ist ein Kuschelmoment und ich kitzele sie und sie lacht. Das ist eine Zeitpause, die ich mir gönne weil ich das toll finde. Die Zeit nehme ich mir, auch wenn ich sie eigentlich nicht habe. Aber das ist dann mein „Gönn-Moment“. Und ich belohne mich Nachmittags so gegen 15.00h immer mit einem Schokoriegel oder einer Süßigkeit und einer Tasse Kaffee. Das brauche ich dann, das „habe ich dann verdient“. DAS ist dann auch so ein Moment nur für mich, das ist meine Belohnung dafür, dass ich dann seit dem Mittag wieder ohne Pause durchgearbeitet habe.

Egal, was es ist, belohne Dich einmal am Tag mit einer Kleinigkeit, die Dich erfreut! Und mache Dir diesen Moment ganz bewußt! Und sage Dir selbst „Danke“!

26) Setze für alles klare Ziele

26) Setze für alles klare Ziele

Und was ebenfalls ganz wichtig ist: Setze Dir Ziele!

Ansonsten ist es wie bei Monty Phyton: Der Hundertmeterlauf der Orientierungslosen – ein Startschuss und die 10 Läufer rennen wild durcheinander.. und keiner kommt an!

Daher mache Dir eine Liste mit Zielen, solche, die Du

  • auf kurze Sicht und

  • natürlich auf lange Sicht.

umsetzen möchtest.

Und zwar

  • persönlich als auch

  • beruflich!

Und wie setze ich mir Ziele?

Mein Coach hat dazu eine Technik entwickelt, sich in eine Art Trance zu versetzen, dabei sich vorzustellen, auf einem Zeitstrahl zu reisen und sich das Leben in 10 Jahren vorzustellen.

Schau Dir an, wie es dort aussieht, wie es riecht, was Du fühlst, wie Du Dich selbst fühlst. Schaue Dich um und gehe durch diese Vision, spaziere und merke Dir so viele Details wie möglich.

Dann versetzt Du Dich in eine Zeit „in fünf Jahren“ und versuchst Dir auch hier vorzustellen, wie es dort aussieht, danach in 2 Jahren, danach in einem Jahr und in 6 Monaten etc..

Der „Trick“ besteht darin, zu visualiseren – und zwar ohne Grenze und Hindernisse, man darf bei dieser Technik richtig „spinnen“ – sich vorzustellen, was sein wird. Und diese Ziele werden dann in kleinere „Teilziele“ heruntergebrochen. Und es funktioniert tatsächlich!

Interessant ist auch vor Allem dann immer zu erkennen, dass man gerade im „Hier und Jetzt“ die Bausteine für die nahe und die weitere Zukunft legt. Nichts ist also umsonst. Die Bausteine muss man nur noch nutzen, alles baut aufeinander auf. Ein sehr inspirierendes Erlebnis im Übrigen, das ich nur Jedem empfehlen kann, einmal zu versuchen!

Es wird im Ergebnis wie die „sich selbst erfüllende Prophezeiung“: Man kann natürlich nicht alles gleich jetzt auf einmal schaffen, aber diese ganzen kleinen Teilschritte führen einen genau dort hin, wo man sein möchte!

Probiere es einmal aus! Jetzt!

Lege eine entspannende Musik ein und stelle Dir vor, was in 10 Jahren sein wird! Wie wird Dein Leben aussehen? Dein Kind? Dein Haus? Wo wirst Du leben? Wie sieht Dein Partner aus? Was tust Du dort? Wie riecht es?

Und das, was Du siehst, schreibst Du als DEINE ZIELE auf, unterteilt in geschäftlich und persönlich.

Das gleiche machst Du mit Deinen Zielen in fünf Jahren, in zwei Jahren, in einem Jahr und in sechs Monaten- Voilá, Du hast eine Zielplanung gemacht!

Du kannst Deine Träume umsetzen, auf jeden Fall, und die Zukunft beginnt heute! Setze um, zögere nicht!

Wenn Du Ziele setzt, sei klar, spezifisch und setze messbare Ziele. Genau zu wissen, was Du wann wie erreichen willst, hilft Dir nicht nur, Dich zu motivieren, bis Du diese Ziele erreicht hast, sondern die Erstellung eines solches „Action Plan“ wird Dir helfen, Deine Gedanken zu bündeln und auch negative Glaubenssätze wie „das schaff ich nicht“ auszuschalten.

Das Gute ist, dass man mit solchen Action Plans nicht nur selbst messen kann, inwieweit man erfolgreich ist bzw. seinem persönlichen Erfolg näher gekommen ist, sondern auch, dass man sieht, dass man Schritt für Schritt weitergekommen ist.

Einige kennen das vom Abnehmen: Wenn man einfach nur sagt „ich will 10 Kilo abnehmen“; dann ist das „ein tolles Ziel“ aber so ungeplant, dass es schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Dann ist es natürlich unmotivierend, wenn man sich nach 5 Wochen auf die Waage stellt und nur 1 Kilo ist runter .. und dann gibt man auf.

So ein Action Plan könnte das langfristige Ziel „10 Kilo abnehmen“ dann in viele Teilziele herunterbrechen, zum Beispiel mit einer Gewichtstabelle, in der das wöchentlich vorgeschriebene Wiegen zu einer bestimmten Uhrzeit mit bestimmten Anziehsachen bestimmt ist. Und dem klaren Ziel „bis zum Geburtstag 5 kg weniger“. SO hat man Vergleiche zur Vorwoche und ist motivierter, weil es zwar „Kleine Schritte sind“, aber man diese nachvollziehen kann!

Als ich nach der Geburt fast 100 Kilogramm wog, wollte ich die 35 Kilo Übergewicht auch sofort loswerden, aber das ging auch nicht „mal eben so“. Natürlich kann man mit „Personaltrainer“, genug Nannys und Starkoch schneller „wieder in Shape“ kommen, als die Normalhausfrau, jedoch habe ich mein altes Gewicht auch so wieder bekommen. Ich hatte nur andere Ziele, da ich nicht sechs Wochen nach der Geburt für „Victoria’s Secret“ auf einer Unterwäscheshow über den Catwalk taddeln musste, sondern erst im nächsten Frühjahr wieder in die alten Jeans passen wollte – was ich dann auch tat! Mein Ziel war einfach, den von den Wassereinlagerungen gestressten Körper langsam wieder auf „Normalwerte“ zu bekommen. Und bis zu meinem Geburtstag ein halbes Jahr später zumindest die Hälfte des Gewichtes wieder weg zu haben. Und dabei gesund zu bleiben. Klares Ziel! Das hat natürlich gedauert und da musste ich auch „Etappen planen“, aber das ging! Und dann fiel es auch nicht schwer zu sagen „in weiteren vier Monaten ist auch der Rest wieder runter“ – und so war es. Nach einem Jahr passte ich wieder in meine alten Sachen von vor der Schwangerschaft.

Und was gucken mich die Leute heute noch an „Ja wie, Du hast einfach so 35 Kilogramm abgenommen? Wie hast Du DAS denn gemacht?“

Ich kann es nicht einmal genau sagen, da ich nur einen Plan und ein Ziel hatte. Mit der Vorgabe gesund das Ganze anzugehen mit Bewegung und guter Ernährung. Das war alles. Und es hat „einfach so“ funktioniert. Es ist wohl eher die Disziplin in der Umsetzung des Planes gewesen, als die konkrete „Beschwörung“ der Waage, nun endlich bitte wieder „Größe 36“ anzuzeigen.

Genauso ist es im Geschäft: Man kann nicht von Null auf Hundert gehen und erwarten, dass alles klappt, man alles umsetzt. Aber: Man kann ein großes Ziel setzen und in viele Teilziele herunterbrechen. Was bleibt sind spezifizierbare Etappen in denen der „Erfolg“ messbar nachgehalten wird. Das motiviert und spornt an, um die jeweiligen Teilziele zu erreichen.

Mein Mamapreneur-Tipp für Dich:

Liebe Mamapreneur, gehe es ruhig mit großer Motivation an, egal, was Du vorhast. Nur versuche, dieses große Ziel in viele „Teilziele“ herunterzubrechen und dann diese einzelnen Etappen zu erarbeiten.

Visualisiere Deine Zukunft und mache Dir entsprechend Deiner Vision einen Plan, sowohl für den beruflichen als auch den privaten Bereich.

Der Erfolg ist dann in einem Plan nachvollziehbar und so ist die Motivation auch auf lange Sicht noch hoch.

Alles auf einmal kannst Du nicht schaffen, aber wenn Du Deine große Vision in viele kleine Teiletappen herunterbrichst, kannst Du alles schaffen, was Du nur willst! Versuche es, nur Mut!

6) “Geht nicht” gibt’s nicht!

6) “Geht nicht” gibt’s nicht!

Ich finde es immer furchtbar, wenn Leute sagen „das geht nicht …und das geht auch nicht …und das geht nicht, weil dass nicht geht…“. Kennst Du auch solche Leute? Erstaunlicher Weise sind es aber auch immer die, die so oder so ähnlich jammern und NICHTS geschafft bekommen.

Sie zerfließen in Selbstmitleid und dabei sind immer die Anderen oder/und die Umstände schuld, dass etwas nicht funktioniert. Neulich noch habe ich mich mit einem alleinerziehenden Vater unterhalten. Ganz traurige Geschichte, die Mutter hatte ihn mit dem Kind sitzen lassen (ja, auch sowas gibt es) und er jammerte „Ja, wenn ich keinen Kindergartenplatz für die Kleine bekomme, dann bekomme ich keinen Job, aber wenn ich keinen Job bekomme, dann bekomme ich auch keinen Kindergartenplatz, denn das ist hier Voraussetzung für einen Platz…“

Ich meinte „Dann mach Dich mal schlau, ich glaube nicht, dass man das so einfach wechselseitig bedingen kann“. „Jaaaaaaa“, meinte er „Du bist ja auch Anwältin, da geht das…“ „Quatsch, ich habe von diesen ganzen Gesetzen auch keine Ahnung, ich mache ja im Schwerpunkt was ganz Anderes, ich bin froh, dass ich weiß, dass ein Anspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr besteht, aber mehr weiß ich nicht. Dafür sind die vom Amt aber da, Dir das zu erklären und Dir Möglichkeiten aufzuzeigen, denn schließlich bist Du der Ernährer und Verantwortlicher Deiner Tochter. Also ruf an oder am Besten geh da mal hin! Die sind sehr nett! Die kennen die Paragraphen in und auswendig und die helfen! Die haben bestimmt für Dich ne Lösung,.. und sei es mit einem kostenlosen Tagesmutterplatz..“

Er schwieg. Er hatte sich darüber noch keine Gedanken gemacht, wie er es schaffen könnte, nur darüber, dass es halt „nicht geht“. „Wie er es denn hinbekommt, dass er sein Kind untergebracht UND einen Job bekommt“ war gar keine Denkalternative für ihn. „Wie bekomme ich das hin?“ war nie eine Frage gewesen, die er sich ernsthaft gestellt hatte.

Eigentlich hatte er keine Argumente mehr. Er war platt. Er überlegte. Natürlich hatte ich Recht, mit dem, was ich sagte – denn es gilt bei mir das Motto: „wenn Du das willst, dann mach!“ Er meinte nach einer gefühlt unendlichen Pause nur „Ach, ich kann nichts machen, es ist halt so, das wird nicht klappen“ und das war für ihn dann definitiv.

Ich gebe aber nicht so schnell auf und bohrte hartnäckig weiter, denn das konnte ja nicht sein. Wollte ihm Handlungsalternativen aufzeigen, dass man immer einen Weg finden kann… . Ich meinte, er sollte zum Jugendamt gehen und fragen, da das ja schließlich nicht sein könne, dass er sich im Kreis drehe, er sollte den Kreislauf einfach unterbrechen und da mal ganz lieb und freundlich aber auch bestimmt nach einer Lösung fragen, und zwar bei den Profis gleich vor Ort.

Zu meinem erstaunen meinte er aber „Nein, so einfach ginge das nicht, dann müsste er ja außerdem auch zum Jugendamt und wo sollte er mit der Kleinen hin?“ Ich meinte: „Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich da einfach hingehen, MIT Kind, und mich rumfragen. Und wenn die mich immer weiterschicken würden oder von Zimmer zu Zimmer weiterverweisen, ohne, dass ich nach 3 Stunden ein Ergebnis habe, dann, würde ich mich mit nem Stuhl beim Vorgesetzen der Abteilung vor dessen Zimmer setzen und dem sagen „so, ich warte hier nun SO lange, bis mir Jemand einen Kindergartenplatz gibt und zwar so bestätigt, dass ich das für meine Bewerbung zu einem neuen Job nutzen kann… . Mensch, das kann doch nicht sein, dass Dir da keiner helfen kann…?“

„Naja, da müsse er drüber nachdenken…“

Ich verabschiedete mich. Ich glaube, in diesem Moment war ich frustrierter über sein hartnäckiges „das klappt nicht“, als er mit seiner Gesamtsituation haderte.

Aus seinen Facebookeinträgen weiß ich, dass sich auch an seiner Situation nichts geändert hat. Auch heute noch nicht.

Ich habe mich nicht mehr aktiv gemeldet: Handlungsvorschläge kann man bekommen, aber handeln muss man schon selbst.

Und so kann es natürlich nie was werden im Leben. Nicht einmal im Ansatz. Ich frage mich immer bei solchen Geschichten, was meine Oma wohl gemacht hätte. Meine Oma wurde mit 6 Vollwaise und kam mit ihren zwei Geschwistern ins Weisenhaus. 1906 geboren war das wirklich ein hartes Los. Nicht einmal in normalen Familien gab es zu dieser Zeit genug zu essen, geschweige denn im Kinderheim. Meine Oma hatte zwei Weltkriege überlebt und ich hatte die große Gnade von dieser Survivalsuperfrau großgezogen worden zu sein.

Wenn man meiner Oma sagte, dass etwas nicht geht, kam promt die Antwort? „Jeht nit? Jibbet nit..“ Wenn meine Oma das einmal gesagt hätte, hätte sie vielleicht schon das Waisenhaus nicht überlebt!

Und uns geht es doch allen wirklich hier in Deutschland unglaublich gut. Wir kennen keinen Hunger, wir haben Möglichkeiten ohne Ende, uns Sozialhilfen zu besorgen, wir können uns, wenn wir nicht mehr weiter wissen, an alle möglichen Stellen wenden… Ja klar, oft ist auch Scham dabei und natürlich auch ein Warteflurmarathon, der es in sich hat. Ja, es ist erniedrigend und nicht schön, schön ist ganz anders.

Aber im Ernst: Auf einem Sozialamt im warmen Flur zu sitzen, ist schon ein ganz anderes Szenario, als mit Essensmarken im Schneesturm für ein altes, halbes Maisbrot drei Stunden lang anzustehen- mit der Chance, dass der Laden nach 3 Stunden Schlangestehen genau 5 Leute vor einem schließt, weil die Brote schon weg sind. das sind Schicksale, nicht das, was wir hier erleben.

Vom Lamentieren und Beschweren und Jammern ist noch niemand satt geworden, wurden noch keine Mieten gezahlt, wurden keine Jobs gefunden, keine Kinderaugen auch mal wieder zum Leuchten gebracht … und auch keine Träume umgesetzt.

Und meine Oma hatte Recht:

Wenn Du etwas willst, dann musst Du Dich auch darum kümmern, Dich engagieren, Dich einsetzen, etwas tun! Vom Nichtstun passiert nichts!

Aber bitte sagt niemals „Das geht nicht“. Es ist das Schlimmste, sich selbst aufzugeben, und im natürlich dadurch im Falle von uns Mamis unsere Kinder damit auch aufzugeben!

Wenn zum Beispiel ein 104 Jähriger Weltrekordhalter im 60 Meter Lauf sich freut wie Bolle, dass er wieder seinen Rekord eingestellt hat, denkst Du wirklich, dass der vorher zu sich gesagt hat „das geht nicht?“

Da sind Leute, die haben Gliedmaßen durch Unfälle verloren, die machen dennoch ihr Ding, trainieren und werden Bodybuilder, motivieren andere als Coaches – was hält Dich denn zurück?

Antworte nur Dir, jetzt! Einfach, ehrlich. Du musst es ja gegenüber Niemandem zugeben. Aber wenn Du ganz ehrlich zu Dir selbst bist, dann wirst Du zu dem Ergebnis kommen:

Wenn ich will, dann kann ich auch!

Naja, gut, vielleicht nicht mit den eigenen Armen in der Luft wedeln und dann abheben und fliegen. Aber die, die davon träumten, haben ANDERE WEGE gefunden, es zu schaffen, dass sie fliegen. Einmal die Gebrüder Mongolfier und dann die Gebrüder Wright. So waren die Anfänge der zivilen Luftfahrt. Klar, das mit den „Flügeln“ ging nicht, aber „es ging dann eben anders“.

Es geht immer, man muss nur manchmal um die Ecke denken. Nur lasse bitte den Pessimismus weg. Es bringt Dich nicht weiter!Natürlich kann man nicht immer Alles schön reden. Aber es gibt auch immer jede Menge Beispiele, in denen Menschen sagten „da haben alle gesagt, es geht nicht und dann kam da einer, der hat es einfach gemacht.“

Das ist wie mit der aerodynamischen Beschaffenheit einer Hummel: Nach sämtlichen physikalischen Gesetzen ist es einfach nicht möglich, dass dieser Brummer fliegen kann- und sie tut es dennoch! Sie weiß es offensichtlich nicht.

Und manchmal bekommt man auch trotz aller Bemühungen nicht das, was man möchte, aber es gibt oft Alternativen. Und die können auch viel besser sein, als das, was man eigentlich ursprünglich haben wollte. Nur wirst Du es nie erfahren, wenn Du es nicht zumindest versucht hat, Deine Ideen umzusetzen, Deine Ziele zu erreichen. Geht nicht, gibt’s nicht! Es geht vielleicht anders aber es geht- IMMER!

Mein Mamapreneur-Tipp für Dich:

Liebe Mamapreneur, bitte versuche immer über den Tellerrand hinauszuschauen. Es gibt immer einen Weg, eine Lösung- Immer! Sich aufzugeben, zu resignieren ist wie ein wenig Sterben. Sich aber aufzugeben, ist nicht das Ziel, sondern über sich hinauszuwachsen und immer neue Wege zu finden. Du schaffst Alles! Wenn Du nur willst! Manchmal über Umwege, aber es geht! Denke auch einmal über den „Tellerrand“ hinaus. Nun, manchmal ist es vielleicht auch gut, weil man ein Ziel nicht erreicht, dafür eine Alternative. Und manchmal stellt sich heraus, dass die Alternative eigentlich sogar das ist, was man tatsächlich wollte, also das eigentliche Ziel war.. oder gar noch viel besser als die urspüngliche Idee war.

Daher: Nur Mut! Es geht! Immer! Alles! (Schreibe es Dir von mir aus mit dem Lippenstift auf den Badezimmerspiegel, damit Du es nie vergißt!) Du-schaffst-das! Egal wie! Immer!