MAMAPRENEUR – Es ist einfach, selbstständig UND Mama zu sein!

MAMAPRENEUR – Es ist einfach, selbstständig UND Mama zu sein!

ist ein Ratgeber mit praktischen Tipps für Alltag, Leben und Beruf für Selbstständige mit Kind!

Ich bin selbstständige Rechtsanwältin. Mein Kind war ein absolutes Wunschkind vom Vater als auch mir, wir hatten Pläne… Träume.. so dachte ich. Als ich im dritten Monat schwanger war, stellte ich fest, dass er mit seiner Ex eigentlich nie auseinander war. Er hatte mit ihr auch noch seine „Firmen“ unter „ihrer“ Anschrift etc. Ich schmiss ihn kurzerhand raus. Was will Frau auch mit einem Mann, der sie offenkundig nicht liebt? Eben, Nichts! Danach meldete er sich aber auch nicht mehr. Zwar hat er ein halbes Jahr nach der Geburt Sorgerechtsansprüche angemeldet, als seine Ex/Wiederfreundin aber nun ebenfalls ein Kind bekam, hat er Sorge- als auch Umgangsrechtsanträge fallen gelassen (nach dem Motto „neues Kind, neues Glück“) und zog 400 km weit weg zu ihr. Und wenn sie nicht gestorben sind, so … höre ich bis auf etwaige Unterhaltsstreitereien heute nichts mehr von ihnen. Was auch das Beste ist.

Nun ist es aber auch so, dass ich auch ein Kind wollte, mein kleiner Mensch ist ein absolutes Wunschkind, und ich hatte mir schon nach dem Rausschmiss von meinem Ex Gedanken gemacht, wie es weitergehen würde. Was aber noch auf mich zukam, später dann auch als der kleine Mensch auf der Welt war, überstieg meine Vorstellungskraft zum damaligen Zeitpunkt bei Weitem:

Ich sollte noch während der Schwangerschaft so krank werden, dass ich komplette sechs Monate arbeitsunfähig wurde, ich musste jedoch alles für die Geburt und die Zeit danach vorbereiten. Ich konnte keinen Handschlag mehr tun, musste aber doch ein Kinderzimmer einrichten, hatte kaum Geld und musste dennoch alles herschaffen. Ich hatte 35 Kilo in der Schwangerschaft zugenommen und musste mich nach der Entbindung sofort um mein Kind komplett alleine kümmern mit so viel Wasser in den Beinen, dass ich fast weinte, wenn ich in die Knie gehen musste.

Meine Mutter hat Alzheimer und kam kurz nach der Geburt meines Kindes in ein spezialisiertes Heim. Noch bis zur Schwangerschaft, bis ich krank wurde, hatte ich ihre Betreuung inne, nur dann ging es nicht mehr. Andere Familienangehörige habe ich nicht mehr. Die Familie meines Ex ist weit weg und seit sich der Schwangerschaftstest seiner Ex/Wiederfreundin verfärbte, haben auch diese den Kontakt eingestellt. Die Option, direkt vor Ort nochmals Oma/Opa sein zu können, ist ja auch bequemer. Keine Mails, keine Karten, keine Stofftiere fürs Kind. Aber es ist insofern kein Verlust, als auch vorher kein wirkliches Bemühen da war, mir schon während der Schwangerschaft zu helfen, geschweige denn im Nachgang.

Soweit die situative Kurzzusammenfassung „allein mit Kind“.

Sprich: Keine Hilfen- und damit wir uns nicht mißverstehen: Mein „Ex“ machte weder Anstalten, mir zu helfen – weder während der Schwangerschaft, noch danach – noch zahlte er (und wenn, dann sprichwörtlich nur unter Androhung von „Waffengewalt“).

Als Einzelkämpfer, selbstständig und komplett ohne familiäre Unterstützung musste ich es also schaffen… ich musste! Aufgeben war keine Option!

Ich möchte dabei jetzt auch nicht auf die Tränendrüse drücken, nur es schien nicht so, als würde ich es schaffen, jedenfalls haben mir das im Nachgang viele Freunde gesagt. Ich selbst war manchmal auch nicht wirklich davon überzeugt, dass ich es schaffe, alleinerziehend UND selbstständig UND Mama zu sein. Jedenfalls war mir manchmal auch ein wenig mulmig zumute und ich habe mich auch oft gefragt „wie soll ich das nur alles um Himmels Willen schaffen?“. Ich habe zwar Freunde, aber die leben doch so weit weg, dass sie nicht „mal eben“ vorbeikommen können.

So ist und war die Ausgangssituation!

Was tun?

Und wie mache ich es heute?

Im Ernst? Es ist viel einfacher, als Du denkst!!!

Und es ist nicht nur viel einfacher, als gedacht, es ist sogar noch viel besser, als ich je geträumt hätte:

Nach meinem Gefühl ist mein Leben aufregend, abwechslungsreich, aber auch entspannt und ich habe viel Spaß! Mehr Spaß, als ich mir zu erträumen hoffte. Es geht uns gut, der kleine Mensch ist glücklich und agil und gesund, ich bekomme meine Arbeit erledigt und kann darüber hinaus auch immer wieder neue Projekte anstoßen (so, wie ich nun dieses Buch hier schreibe), ich kümmere mich dennoch gleichzeitig den ganzen Tag um mein Kind, wir haben viel Spaß und spielen auch viel, wir lachen viel, … besser könnte es wirklich nicht sein! Und ich führe genau das Leben, das ich immer führen wollte!

Du meinst nun bestimmt, ich wollte Dich auf den Arm nehmen, weil das zu schön klingt, um wahr zu sein.

Nein, das tue ich nicht! Aber da es mir keiner glaubt, dachte ich einfach, dass es vielleicht eine gute Idee ist, dann einmal zu Papier zu bringen, was ich denn vielleicht anders mache, warum es viel leichter ist, als man denkt bzw. wie ich mich motiviere. Ich will nun schildern, wie ich eben Selbstständigkeit und Mama-sein – also ein „MAMAPRENEUR“ zu sein – unter einen Hut bekomme. Es ist wirklich einfach.

Man muss sich nur an ein paar Regeln halten.

Neulich fragte mich eine inzwischen liebe Freundin aus einer „Krabbelgruppe“: Sag mal, wie machst Du das eigentlich? Also ich könnte das nicht, so Vollzeit arbeiten und sich dann um ein Kleinkind kümmern…“

Naja, ich gehe mit meiner Kleinen einmal in der Woche zum Schwimmen und einmal zum Turnen (und im Sommer natürlich öfter schwimmen.. dafür im Winter schon mal öfter in die Sauna…)

Achja, ich vergaß zu erzählen, dass die Kita-Plätze in Köln extrem dünn gesäät sind – ich aber auch die Ansicht vertrete, dass ein Kleinkind noch zur Mutter gehört, bis es zwei Jahre alt ist und nicht gleich mit sechs Monaten schon weggegeben werden sollte…!!! Dazu später!

Also der kleine Mensch ist schon tatsächlich ständig und rund um die Uhr um mich herum!

Ich sagte ihr auch, dass es nicht wirklich viel Arbeit ist, die ich habe, vielleicht, weil ich anders organisiere.. oder anders als sie organisiere.. also was sollte ich denn anders machen, als andere?

Daher habe ich mich nun hingesetzt und versucht, nun einen MAMAPRENEUR-Ratgeber zu verfassen, der meine „Ratschläge“ oder „Tipps und Tricks“ beinhaltet.

Dieser Ratgeber soll aber auch Mut machen, dass z.B. die selbstständigen Mamas, die feststellen, sie sind ungewollt schwanger und nicht wissen, wie sie es anstellen sollen, es wirklich sehr viel leichter packen können, als sie denken!

Oder den Mamas Mut machen, die schon ein Kind haben oder schwanger sind und sich mit dem Gedanken beschäftigen, sich auch selbstständig zu machen.

Oder den Mamas Mut geben, die schwanger sind und gerade vom Mann verlassen wurden, oder ein Ratgeber für die Mamas sein, deren Männer stets unterwegs sind und die auch alleine Ihr Ding machen müssen und die auch gerne selbstständig sein wollen…

…oder einfach nur ein Ratgeber für alle Mamas, die nur ein Wenig Mut brauchen, zu erkennen, was alles in ihnen steckt… für diese Mamas möchte ich nun da sein.

Es geht, es gibt keine Grenzen, habt Mut, Ihr Mamapreneurs da draußen, es ist viel einfacher, als Ihr denkt!

In diesem Sinne

Eure Anja

PS: Es wird ein wilder Ritt mit Geschichten, die sich wirklich so zugetragen haben oder / und Dinge, die mir andere „Mamas“ erzählten. Es geht wirklich! Es geht Alles! Traut Euch!